-- Wiebbys Zeit in Kambodscha --
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...News...

Neue Fotos online von meiner neuen Arbeit unter:

https://fotoalbum.web.de/gast/wiebke.lau/ArbeitsPics_III

zu sehen sind die Straßenkinder und Slum...das "wahre" Kambodscha...

30.8.08 08:38


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Bilder haben Macht…

Heute Morgen war ich müde und obwohl ich gespannt war auf den Tag, wäre ich gern noch ein wenig liegengeblieben. Vorab: Es gibt nicht viel, was mich schockt; zwar bin ich oft erschüttert und emotional berührt von dem ganzen Leid und Elend, aber das ich nach Haus gefahren bin mit dem Wissen, dass das Gesehene lange in meinem Kopf bleiben wird – so etwas habe ich eigentlich sehr selten.

Heute Morgen wusste ich nicht, dass heute so ein Tag sein würde, hätte ich es gewusst, wäre ich sicher anders aufgestanden…

Am Morgen „Child Safe“ an der Lakeside – dem Hotspot für Kinderprostitution. Wir treffen ein paar Kinder, ein paar TukTuk- und Motofahrer und lassen uns berichten, was los ist auf dem Markt. Ich denke darüber nach, wie man als Eltern sein Kind auf den Strich schicken kann, es an Touristen verkaufen kann, ohne zu wissen, was sie mit ihnen anstellen…ich hatte noch keine Bilder vom Nachmittag, vielleicht hätte ich dann „verstanden“…

Wir besuchen einen Motofahrer, der mit „ChildSafe“ kooperiert vor einem Guesthouse, das bekannt dafür es, dass es speziell Kindersextouristen und deren „Tätigkeiten“ für ein paar Dollar mehr duldet…der Appetit auf ein Mittagessen ist mir in diesen Augenblicken vergangen.

Am Nachmittag Drug-Out-Reach und ja, ich war NICHT vorbereitet, was mich erwartet. Mir wurde zwar gesagt, ich solle darauf achten, festes Schuhwerk und lange Hosen zu tragen, weil überall Spritzen rumliegen und ich hätte sicher ein paar mehr Gedanken daran verschwenden können, WAS mich erwartet, aber das einzige mal, dass ich einen Menschen gesehen habe, der sich Heroin spritzt war in Frankfurt in der S-Bahn…

Wir fahren hinter das Olypic Stadium on Phnom Penh, der Drogenabsatzmarkt in der Stadt. Es geht einen kleinen Schotterweg abwärts hinter ein Haus. Unter diesem Haus lebt eine Drogencommunity in selbstgebauten Blechhütten, der Boden übersäht mit aufgeweichten Müll – nicht auszudenken, wie feucht es hier ist, wenn es geregnet hat – es hat seit Tagen nicht mehr geregnet und es ist brennend heiss.

Ich sehe, lausche den Worten meines begleitenden Sozialarbeiters (der übrigens SEHR viel weiss, über soziale Zusammenhänge, Individualschicksälen seiner Klientel, über Drogenkonsum usw.) und doch kommen sie nicht an. Der begleitende Arzt verteilt saubere Spritzen an die ersten Menschen, die sich uns nähern. Derweilen bekomme ich eine Führung durch die Community und die Geschichten der ca. 50 Menschen, die hier leben…

Rückblickend kann ich nicht sagen, was mich mehr geschockt hat; die Mutter, die ihrem 3jährigen Sohn einen Schuss setzt, bevor sie sich spritzt; weil er süchtig auf die Welt gekommen ist und sonst zuviel schreit…der 10jährige Junge, der schon seit 2 Jahren an der Nadel hängt einen so vereiterten Arm hat, dass der Knochen frei liegt…die Selbstverständlichkeit, wie hier Heroin konsumiert wird…unter Erwachsenen UND unter KINDERN!!!!! Geld beschaffen für Drogen geht hier über Prostitution, deshalb werden neben Spritzbestecken auch Kondome verteilt; auch mit Desinfektionsmittel getränkte Tupfer werden rausgegeben, an die Mutter, für ihren 3jährigen Sohn.

Selbstverständlich habe ich heute Nachmittag KEINE Fotos gemacht, denn diese Bilder werde ich so schnell nicht vergessen…

30.8.08 07:58


News...

...neues online unter "Friends"; ist ne Beschreibung einzelner Projekte, die teilweise auch mein Einsatzgebiet sein werden ...ausserdem eine neue Site online: "Momente"; ein paar kleine Outtakes aus meinem kambodschanischen Leben; interessant fuer diejenigen, die mich kennen
29.8.08 11:48


Blog 27.08. – Unterwegs in Phnom Penh´s Straßen

2 Tage Arbeit mit Friends. 2 volle tage Arbeit – 9 Stunden am Tag. 2 Tage voll von Eindrücken WIE Menschen leben können.

Ein verwaistes Kind, welches von Mith Samlanh betreut wird, kommt nicht wie sonst in Kambodscha üblich in ein Waisenhaus, sondern in eine Pflegefamilie; das gleiche gilt für Kinder, dessen Eltern auf Grund von HIV-Erkrankungen ins Krankenhaus müssen. Ziel dieser Pflegefamilien ist es erstens, die Kinder in einer Community zu behalten und sie nicht aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld herauszuholen und zweitens, Arbeitsplätze zu schaffen, denn die Pflegefamilien werden nicht nur von Mith Samlanh betreut, sondern auch bezahlt. Wie eine solche Pflegefamilie aussieht, durfte ich mir am Dienstag anschauen.

Dienstagnachmittag bin ich mit einem Out-Reach-Team rausgefahren und wir haben Straßenkinder besucht. Mith Samlanh hat eine mobile Schule, die 3mal in der Woche Straßenkinder besucht und unterrichtet. Ich war überrascht, wie fit und clever diese Kinder sind und was sie alles gelernt haben. Die meisten von ihnen leben auf der Straße, ihre Eltern arbeiten nicht, sondern schicken lieber die Kinder „arbeiten“: betteln, Müll sammeln, Prostitution… Schlafen und „leben“ tun viele Kinder am Straßenrand, unter Bäumen, im Müll.

Am Mittwochmorgen Besuch in einer Community, die in einem Slum ÜBER dem Mekongriver lebt. Mith Samlanh betreut dort ein paar Familien im „Home based Program“. In diesem Programm haben die Familien einen Arbeitsvertrag mit Mith Samlanh; sie stellen Taschen, Armbänder usw. für den Friendsshop her, bekommen dafür Geld. Im Gegenzug müssen sie sich dazu verpflichten, ihre Kinder zur Schule zu schicken und sie NICHT auf den Straßen arbeiten zu lassen. Es ist beeindruckend zu sehen, unter welchen Umständen Menschen leben können…

Am Nachmittag besuchen wir Familien, deren Mitglieder HIV+ sind. Diese Familien leben zusammen in einer Community zusammen und bekommen auch HIV-Medikamente. Viele arbeiten außerdem im „Home based Program“ von Mith Samlanh. Hier leben 35 Familien in einer Baracke (anders kann man das nicht betiteln – sorry!). Sie haben nicht nur HIV/AIDS sondern auch TB, Pilzerkrankungen, Hauterkrankungen… Sie leben inmitten von Müll alle zusammen, ihre „Behausungen“ lediglich getrennt von halbhohen Wellblechwänden innerhalb der Baracke, ohne sanitäre Anlagen – „aber sie leben“ und was viel wichtiger ist: Ihre Kinder gehen in die Mith Samlanh Schule, können dort duschen und bekommen Essen und weitere Medizin.

28.8.08 06:19


...News...

Neue Site online über meine neue Arbeitsstelle "Friends international"

Neue Fotos vom Beaching online unter:

https://fotoalbum.web.de/gast/wiebke.lau/Beaching

26.8.08 15:51


21.08. bis 24.08.08 – Beaching

Am donnerstagmorgen um 7 uhr war ich heilfroh, Phnom Penh verlassen zu können. Meine Nerven waren gespannt wie drahtseile und schon allein die Busfahrt war eine willkommene Abwechslung.

In Sihanoukville angekommen, wurde schnell klar, dass der Reiseführer nicht log; Kambodschas Küstenstreifen ist einer der wenigen Orte der Welt, die kaum berührt sind…eine Guesthousemeile ist erst im Aufbau und am Strand treffen sich sowohl Backpacker als auch Einheimische; der Ort wirkt wie ein Dorf und ist ein krasser Unterschied zum rastlosen, schnellebigen Phnom Penh.

Am Strand verkaufen einheimische Frauen und Kinder alles, was das Herz begehrt: Obst, gegrille Tintenfische und Krabben, Andenken und Mitbringsel, Massagen und Enthaarungsservice ;o)

Wir verbrachten den ersten halben Tag mit Strandliegen und Baden im Meer. Der Golf von Thailand badewannenwarm, einfach herrlich.

Am 2ten Tag ging es morgens früh los nach Bamboo-Island, eine unbewohnte Insel, auf der man lediglich eine einfache Bambushütte zum übernachten mieten kann. Die See war rau an diesem Tag und so wurden unsere amerikanischen Begleiter schnell seekrank, während wir das schaukeln des alten Holzbootes durchaus genossen. Bamboo-Island und die unberührten Inseln drum herum sind (noch) ein Paradies auf Erden; keine Spur von Massentourismus, einfach unberührte Natur. Auch das Wetter war auf unserer Seite und ich war an diesem Tag mehr als dankbar, dass ich DAS erleben durfte! Diese wunderschöne „untouched nature“ ist kaum in worte zu fassen…

Am nächsten Tag einfach nur Entspannung pur…Beaching von morgens bis Abend, mit Massage am Strand und etlichen Obstmahlzeiten zwischendrin, die frisch an der Liege geschnitten wurden. Endlich bin ich mal dazu gekommen, ein paar Mitbringsel zu kaufen und Postkarten zu schreiben. Bin gespannt, was so ankommt :D

Den letzten halben Tag am Pool verbracht, nachdem uns der Bus um 14.30h wirder Richtung Phnom Penh befördert hat. Schön wars, wirklich schön und ich bin immer noch völlig überwältigt von der Schönheit, die dieses arme, traurige Land zeigen kann, wenn es will…

Bilder folgen in Kuerze und auch ein Bericht ueber die neue Arbeitsstelle ist spaetestens a WE da...habe viel zu tun und bin deshalb eher spaerlich online ich bitte um verstaendnis...

25.8.08 07:15


17.08. Akku aufladen…

…unterwegs, raus aus Phnom Penh, frische Luft atmen, träumen inmitten von Palmen, Reisfeldern und weissen, wunderschönen Kühen. Ein herrlicher Tag. Ein Mädel aus München, Kathi, arbeitet in dem Waisenhaus ihres Großonkels hier in Phnom Penh. Er ist gerade zum Check-up hier und hat uns einen Tag das Land außerhalb der Stadt gezeigt, die sich jedes Jahr wandelt, wie er sagt. Er weiss sehr viel, ist viel rumgekommen in der Welt und ich genieße nicht nur die wunderschöne Landschaft Kambodschas sondern auch die Konversation mit ihm und Kathi! Überhaupt habe ich hier mit vielen Menschen, die ich getroffen habe sehr gute Gespräche, die sehr gut tun und bei den Sorgen hier sehr helfen. Man hat es gemeinsam schwer – leicht ist es trotzdem nicht (gell, Mum ;o) ).

Bilder online unter:

https://fotoalbum.web.de/gast/wiebke.lau/Countryside

Habe übrigens jetzt eine Woche frei; Erholung von „Home of Love“ und starte kommenden Montag mit meiner neuen Arbeit! Fahre am Donnerstag früh mit Kathi an den Strand und bin dort eher nicht kontaktierbar, da ich abschalten will ;o) Bericht gibt’s dann in der nächsten Woche – über Strand und neue Arbeit J

18.8.08 06:27


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