-- Wiebbys Zeit in Kambodscha --
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Allgemeine Gedanken zu Tagen, wie diesen...

...denn irgendwo muss ich ja hin mit meinen Gedanken...

13.08.08

Über den Versuch, ein guter Mensch zu sein…

Gute Menschen lügen nicht, sind stets ehrlich und aufrichtig und immer bereit, für andere einzustehen. Gute Menschen werden weit kommen – schlechte Menschen eher nicht. Gute Menschen sind gut sozialisiert, haben eine intakte Familie und lösen Probleme mit Leichtigkeit – eben, weil sie „gute Menschen“ sind. Ich glaube, meine katholische Nonne würde diesen Worten sofort zustimmen und noch eins draufsetzten: Gute Menschen werden eben von Gott belohnt, jedes schwer erscheinende, belastende Problem ist eine „Strafe Gottes“ für das Misslingen des eigenen Lebens – soso ;o)

Lächerlich? Ich glaube, ganz und gar nicht, eben weil diese Klischees fester Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens ist. Ich selbst schließe mich da nicht aus, weiss ich doch selber am Besten, wie oft mir ein „na bei DEM wundert mich DAS nicht!“ oder ein „Tja, selber Schuld!“ über die Lippen gegangen ist. Die Perspektive zu erweitern und mal versuchen, einen Tatsache mit anderen Augen und einer anderen Meinung zu sehen ändert viel. Tatsächlich ist es unser persönliches Umfeld, unsere Erfahrungen und Erlebnisse, die uns formen und uns zu „guten oder schlechten Menschen“ machen. Gut? Schlecht? Schwarz? Weiss? Wieso eigentlich nicht einmal „grau“? Wieso kann ein Gauner nicht über Herzenswärme verfügen? Meine Meinung nach sind alle Menschen „grau“, jeder hat Stärken und Schwächen – das ist ganz normal! Die Schwächen zu erkennen und zu ihnen zu stehen und sich SELBST so zu akzeptieren ist ein großer Schritt, den sicher nicht jeder gehen kann – aber jeder Mensch ist im Stande, dazu zulernen; jeden Tag ein kleines bisschen besser zu werden – man wird schließlich auch nur dann ein guter Klavierspieler, wenn man täglich übt. Von nichts kommt nichts! Auch ich habe meine „schwarzen Seiten“ und das nicht zu knapp – werde daran arbeiten, sie ein wenig „auszubleichen“! Ein wenig mehr Nächstenliebe (also echte – keine christliche!) und ein weniger Egozentrik (in allen Bereichen) sind ein gutes Ziel, das zu erreichen obliegt in meiner Betrachtungsweise – weil ich weiss, dass ich es nicht ALLEN Recht machen kann – will ich auch gar nicht! Ich schätze meine Kritiker :D – auch wenn sie oft nerven! Ich kann nur mein eigenes Verhalten ändern, was nun andere daraus machen, liegt nicht in meiner Hand, sondern in ihrem Verständnis, was ein „guter Mensch“ ist. An dieser Stelle will ich noch schnell den Held meiner Jugend zitieren: Hasta siempre, Comandante, deine weisen Worte begleiten mich immer noch: „Versuche, jeden tag ein wenig besser zu sein, als gestern! Lebensfreude ist kein Privileg!“ (Aus dem Spanischen, frei übersetzt von Wiebke Lau, Quelle: „Kubanisches Tagebuch“, Che Guevara) 

08.08.08 

Was ist Liebe?

Aus gegebenen Anlass à siehe: „Institution“

Was ist Liebe? Die Missionarinnen im „Home of Love“ leiten ihr Tun auf Nächstenliebe und Liebe Gottes gegenüber den Menschen zurück. Ihr Handeln sei bestimmt von Liebe gegenüber den Kinder – so sagt es zumindest das institutionelle Leitbild.

Viele Eltern, die ihre Kinder schlagen, sagen, dass sie das aus Liebe täten; eine Frau bleibt bei ihrem schlagenden Mann – aus Liebe!

Was ist das für eine Liebe bzw. wie definiert man Liebe? Wenn ich eines in den letzten Tagen gelernt habe, dann ist es, dass jeder Mensch seine eigene Definition von Liebe hat, von dem, was Liebe bewirken kann.

Ich musste das auf sehr grausame Art und Weise feststellen und lernen und es tut mir Herzen weh, unter welchen Umständen, das Wort Liebe gebraucht und zur Rechtfertigung genutzt wird.

Deshalb habe ich mir einmal selbst Gedanken darüber gemacht, was Liebe für mich bedeutet.

Wenn ich jemanden liebe, dann wünsche ich mir nichts mehr, als das es diesem Menschen gut geht. Geht es ihm schlecht, so sorge ich mich um ihn und versuche, ihm zu helfen; durch Dasein, durch Zuhören, durch das Ertragen von Launen, durch materielle Hilfe! Ich fühle mich demjenigen, den ich liebe tief verbunden und er ist ein fester Bestandteil meiner alltäglichen Gedanken. Ich wünsche ihm alles Beste, was er bekommen kann und fühle keinen Neid – weil ich ihn liebe.

Wer liebt, findet einen Weg, ist kompromissbereit und nimmt sich selbst nicht so wichtig gegenüber demjenigen, den er liebt.

Liebe ist nicht abhängig von einer persönlichen „Kosten-Nutzen-Rechnung“, sie ist einfach da.

 

04.08.2008

Strange Way of Life!

Das schnelle Leben in Deutschland…alles dreht sich um die Bedürfnispyramide mit ihrem höchsten Zeil: Selbstverwirklichung! Doch was ist Selbstverwirklichung? Karriere im Beruf? Viel Geld und damit verbunden die Verwirklichung von Wünschen und Träumen… Viele Menschen in Deutschland sind gestresst; „Burn out“ scheint zur Volkskrankheit zu werden. Überhaupt scheinen die psychischen Krankheiten zuzunehmen…hat das eigentlich schon jemand empirisch untersucht?

Was zählt ist Leistung und das ohne jede Rücksicht auf Verluste. Was fehlt ist oftmals Menschlichkeit, ein ehrliches Wort, Zeit! Auf Fragen reagieren die meisten genervt; es kostet ja auch Zeit diese zu beantworten! Auf Kritik reagieren viele mit Abwehr, es bedarf ja auch Selbstreflexion und nur noch wenige sind in der Lage, ihr eigenes Verhalten kritisch zu beleuchten oder vielmehr an sich und seinen Fehlern zu arbeiten!

Zurück zum Wesentlichen finden die Menschen meist erst dann, wenn es schon zu spät ist; wenn sie entweder sterbenskrank sind, oder einen geliebten Menschen verlieren. Aber selbst da nimmt das eigene ICH oft eine große Position ein. Was bin ich bereit zu leisten und vielmehr, was HABE ICH SELBST davon?

Dasein für andere ist bei vielen Menschen nur dann drin, wenn die eigene Kosten-Nutzen-Rechnung auch aufgeht.

Was ich an Kambodscha liebe ist die Gelassenheit der Menschen und ihre Aufrichtigkeit. Es geht ihnen schlecht, keine Frage aber trotz allem haben sie immer ein Lächeln auf den Lippen oder ein liebes Wort für Dich! Die Hektik fehlt und würde man einem Kambodschaner etwas über die Feinstaubdiskussion in Deutschland erzählen, so würde er wahrscheinlich lachen oder uns für verrückt erklären! Die Probleme hier sind existentieller natur und nicht da, damit die Menschen etwas haben, worüber sie meckern können!

Die Moto- oder TuckTuck-Fahrer geben immer das richtige Wechselgeld raus…und das, obwohl sie ganz genau wissen, dass viele Europäer davon keine Ahnung haben! Das beeindruckt mir! Ehrlichkeit – eine Tugend, die in unseren Breitengeraden nur sehr spärlich vorhanden ist!

 

20.06.08

"Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen! Das ist deshlab so schwer, weil wir sie für glücklicher halten, als sie es sind!"

Wahre Worte! Warum kann Mensch Anderen nicht einfach das Glück gönnen? Die Freiheit, zu denken und seine Meinung zu äußern? Die Freiheit, das zu tun, was jeder für seine persönliche Weiterentwicklung braucht? Wieso kann Mensch nicht einfach wertfrei sein Leben so leben, wie es ihn am glücklichsten macht?

--> Fragen, auf die ich wahrscheinlich nicht so schnell eine Antwort finden werde aber die mich dennoch beschäftigen. Ich verachte diese missgünstige Gesellschaft, in der ich lebe jeden Tag etwas mehr! Dennoch möchte ich die Chance nutzen, ein paar Menschen zum nachdenken anzuregen!

"in unserem Innersten gibt es einen Engel, der und sagt, was gut ist für uns. Er spricht mir der Stimme des Herzens. Auf ihn sollten wir hören!"

 

 




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