-- Wiebbys Zeit in Kambodscha --
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Über die „Missionarinnen der Nächstenliebe“

Das „Home of Love“, meine kambodschanische Arbeitsstätte ist von einer kirchlich-katholischen Trägerschaft und somit ist auch das Leitbild dieser Einrichtung von katholischen Werten geprägt. Der Orden, dessen Werte und Normen das Arbeiten der Nonnen prägt ist der Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“!

Kurz zur Geschichte des Ordens der „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Die „Missionarinnen der Nächstenliebe“ sind eine internationale päpstliche Glaubensgemeinschaft, die 1950 von der seligen Teresa von Kalkutta gegründet wurde. Die Glaubensschwester leben nach den Gelübden der Keuschheit, der Armut, des Gehorsams und des uneingeschränkten und freiwilligen Dienstes an den Ärmsten der Armen.

Die Gemeinschaft versteht ihre Aufgabe darin, durch ihren selbstlosen Dienst an den Ärmsten der Armen den „unendlichen Durst Jesu am Kreuz nach Liebe und Seelen durch ein Leben nach den vier Gelübden in liebendem Vertrauen, totaler Hingabe und Freude“ zu stillen. Dieses Leben führt nach dem Glauben der Missionarinnen jeden Einzelnen zur vollkommenen Gottes- und Nächstenliebe. Nur so kann man laut der Missionarinnen die Kirche in der heutigen Welt gegenwärtig machen.

Die Gründerin Mutter Teresa von Kalkutta selbst sagte zu Lebzeiten:

„Eine Missionarin der Nächstenliebe ist eine Botin der Liebe Gottes im Speziellen für die Ärmsten der Armen. Sie setzt alle in Brand durch ihre Liebe zu Ihm und füreinander, eine heilende Berührung mit Gott, der alle Krankheiten heilt, ein herzliches Lächeln Gottes, das alle Herzen erwärmt: Gottes eigene Sprache der Liebe die alle Herzen versteht!“

Die Missionarinnen glauben daran, dass es nichts braucht, außer Liebe und ein Lächeln, um ein Kind großzuziehen, oder Beistand zu leisten. Denn durch die gottgegebene Liebe, die die Missionarinnen den Ärmsten der Armen geben, werden alle (göttlichen) Bedürfnisse gestillt und man kommt Gott nur SO am nächsten!

Eine Krankheit beispielsweise ist nach der Glaubensauffassung der Missionarinnen eine Art „Prüfung Gottes“, die man übersteht, wenn man „genügend reif ist, um den Weg des Lebens zu gehen!“.

(QUELLE: http://www.motherteresa.org/german/layout.html)

Die Realität im „Home of Love“

Kranke Kinder, schlechtes Essen, Schläge, keine Förderung der Kinder, keine Bildung, keine medizinische Versorgung – so ist es und damit muss ich zu Leben lernen. Die Schwestern der Nächstenliebe vermitteln alles, aber in meinen Augen KEINE Liebe.

Bietet man Hilfe an, weil man beispielsweise eine Salbe daheim hat, die dem Säugling die Qual des offenen, wunden Popos erleichtern würde, so wird dies kategorisch abgelehnt. Geschenke an die Kinder oder an das Local Staff wird nicht gern gesehen.

Die Kinder sind sich und damit ihrem Schicksal überlassen. Was ich an Arbeit der Nonnen an den Kindern gesehen habe ist weit entfernt von sozialer Förderung, von Dasein für ein Waisenkind und alles andere als Liebe. Die Spielsachen sind im oberen Raum „upstairs“. Von den Schwestern geht keiner mit den Kindern dort oben spielen, das local Staff hat alle Hände voll mit der Versorgung der Kinder zu tun und dazu keine Zeit – also ist das meine Aufgabe! Ich mache es gern, weil ich so ein wenig Freude in das Leben der größeren Kinder zaubern kann und weil ich die Möglichkeit nutze, mehr oder weniger heimlich ein bisschen Leid zu lindern; indem ich in Abwesenheit der Schwestern das verklebte Auge von V. reinige, eine Schürfwunde desinfiziere oder einen Ausschlag eincreme – das alles geht unten nur, wenn keine Schwester anwesend ist und das local Staff ist über eine solche Hilfe wenigstens dankbar und deckt mich. DAS alles ist Alltag im „Home of Love“ – dem Haus der Liebe, geführt von den Missionarinnen der Nächstenliebe – die sich den Ärmsten der Armen mit Liebe zuwenden sollen – finanziert von der katholischen Kirche, wo auch jährlich jede Menge deutsche Gelder hinfließen!

Ich werde meine Meinung an anderer Stelle kundtun, da ich möchte, dass sich jeder seine eigene Meinung dazu bildet – Mutter Teresa ist in unseren Breitengeraden schließlich eine anerkannte Person – bewundert für ihren selbstlosen Einsatz an Leprakranken! In meinem Herzen allerdings bekommt keiner dieser Schwestern von mir Anerkennung – ich kann sie nicht einmal missachten für ihre Taten, denn selbst Missachtung würde ihrem Tun Aufmerksamkeit schenken – und zwar Aufmerksamkeit, die ihnen nicht zusteht und die ich in meiner Zeit, die ich im „Home of Love“ verbringe, lieber den Kindern entgegenbringe!




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