-- Wiebbys Zeit in Kambodscha --
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Working Monday

Aufgestanden um 7.30 – ich fühle mich wie gerädert…war ein anstrengender Tag gestern. Really hard to go to Menkong island! Angekommen auf der Arbeit finde ich das reinste Chaos vor. Der „Waschraum“ wird irgendwie renoviert – keine Ahnung was dort gemacht wird. Also ist der ohnehin schon kleine Raum noch kleiner und voller Bauschutt und Staub. Mittendrin liegen einige Kinder in ihren Betten, andere bekommen gerade etwas zu Essen und wieder andere spielen im Dreck. Ich spreche mit einer der Nonnen, sie ist auf einem kleinen Balkon und wäscht einen riesen Berg Wäsche, ich setzte mich zu ihr und helfe ihr beim Waschen. Schätzungsweise ca. 300 Teile: Windeln, Kinderhosen, T-Shirts, Bettdecken, Laken, Kissenbezüge, Handtücher! Ich wasche mit ihr den gesamten Vormittag! Ansonsten droht nämlich, dass am Nachmittag die Windeln für die Kleinen ausgehen, was das bedeuten würde muss ich niemandem erzählen, der selbst Kinder hat/hatte und/oder des Denkens mächtig ist. Meine Hände schmerzen irgendwann vom Auswringen der Wäsche. Viel schlimmer finde ich jedoch, dass selbst mit größter Mühe ein Teil der Windeln nicht richtig sauber wird…schließlich wird hier ausschließlich mit kaltem Wasser gewaschen…

Am Nachmittag spiele ich mit den größeren Kinder „Upstairs“. Dieser Raum ist viel schöner als der eigentliche Aufenthaltsraum, mit viel Platz und bunten Wänden. Die größeren Kinder fahren dort auf zwei mehr oder weniger intakten Fahrrädern und haben einen heiden Spaß. Ich kann nicht verstehen, wieso die Nonnen ihnen so selten erlauben dort zu spielen. Vielleicht kann ich das jetzt öfter machen mit ihnen? Speziell für das mongoloide Kind ist es eine schöne und bewegungsreiche Abwechslung; kriecht es sonst doch eher auf allen vieren über den Boden…Danach helfe ich, die Kleinen zu waschen. Das kleine Baby hat so was wie Warzen an den Füßen…da es ohnehin schon sehr schwach ist, frage ich eine der Nonnen, was sie dagegen hat bzw was es ist; als Antwort reicht sie mir Babypuder…besser als nichts, morgen werde ich Wund- und Heilsalbe mit mir nehmen.

Ich versuche, die Kinder sooft es geht zum Lachen zu bringen, wenigstens können sie noch lachen. Doch zwischendrin ist es immer der gleiche traurige Blick der Kinder. Sie ahnen wahrscheinlich um ihr trostloses Leben.

Der älteste Junge, er geht gelegentlich zur Schule, wartet beim Essen darauf, das die Kleineren was übrig lassen. Wenn die Nonnen nicht schauen, „stibitzt“ er sich einen Löffel vom Nachbarteller…ich kann nicht in Worte fassen wie mich diese alltäglichen Szenen berühren…

5.8.08 08:11
 


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